Sonos hat es wieder getan. Nach dem App-Fiasko von 2024 sorgt der angeschlagene Audiohersteller jetzt mit einer potenziell brandgefährlichen Panne für Aufsehen: Einige Roam-Lautsprecher der ersten Generation entwickeln beim Laden über USB-C derart Hitze, dass Buchse und Kabel schlichtweg schmelzen.
Erste Berichte tauchten auf Reddit auf, inzwischen hat Sonos das Problem offiziell bestätigt. Gegenüber Bloomberg erklärt das Unternehmen, es handle sich um eine "begrenzte Anzahl" von Fällen. Betroffen seien ausschließlich Geräte der ersten Roam-Generation, die Neuauflage Roam 2 sei nicht betroffen. Als Ursache nennt Sonos vage "Umweltfaktoren". Was genau das heißen soll, bleibt unklar - Hitze, Feuchtigkeit, schlechte Energie im Raum?
Der Sonos Roam kam 2021 auf den Markt, wog 430 Gramm, war wasserdicht nach IP67 und kombinierte WLAN mit Bluetooth. Preislich lag das Gerät mit 179 Euro im Premiumsegment. Geladen wird über USB-C mit bis zu 15 Watt oder per Qi sowie über ein separat erhältliches, magnetisches Ladedock. Genau letzteres scheint nun die sicherere Option zu sein: Beim Laden über USB-C kann es im schlimmsten Fall zur Schmelze kommen.
Laut Sonos sei das Risiko durch Software-Updates bereits reduziert worden. Doch die jüngsten Nutzerberichte sind frisch, und es bleibt fraglich, ob betroffene Geräte die aktuellen Firmware-Versionen überhaupt installiert hatten. Eine offizielle Rückrufaktion bleibt bislang aus. Wer betroffen ist, bekommt eine kostenlose Reparatur.
Sonos empfiehlt nun, den Roam nur noch auf festen, hitzebeständigen Unterlagen zu laden - und bitte nicht neben dem Sofakissen. Wer ganz auf Nummer sicher gehen will, sollte die 49 Euro für das magnetische Ladedock investieren. Das nutzt keine USB-C-Buchse und bleibt damit (hoffentlich) cool.
Kommentare (0)