Google Maps frisst Akku, Daten und manchmal auch die Geduld. Das weiß offenbar auch Google und testet nun einen neuen „Power Saving Mode“. Der soll das Smartphone entlasten, indem er die Kartenansicht radikal vereinfacht: weniger Farben, weniger Details, weniger Energieverbrauch.
Im neuen Energiesparmodus wird die Kartenoberfläche auf Schwarz-Weiß reduziert. Straßen erscheinen hellgrau, die aktive Route in einem etwas helleren Ton - fast wie ein digitaler Stadtplan aus der Vor-Smartphone-Ära. Die Displayhelligkeit fährt automatisch herunter, um zusätzlich Strom zu sparen. Aktiviert wird der Modus mit einem einfachen Tipp auf den Power-Button - ganz pragmatisch, ohne Menü-Marathon.
Interessant: Die Darstellung erinnert stark an ein Always-on-Display. Es ist also denkbar, dass Google den Modus ursprünglich genau dafür konzipiert hat - etwa, um bei längeren Fahrten permanent eine simple, energiesparende Navigationsansicht anzuzeigen.
Sobald der „Power Saving Mode“ aktiv ist, verschwinden alle unnötigen Kartendetails. Keine Straßennamen, keine Points of Interest, keine hübschen Icons - nur ein reduziertes Straßennetz mit Richtungsanzeige. Wer mehr Informationen braucht, kann die gewohnte Ansicht jederzeit per Knopfdruck zurückholen.
Damit setzt Google auf radikalen Minimalismus: ein Kartenbild, das mehr an monochrome E-Ink-Displays erinnert als an moderne App-Oberflächen. Praktisch für längere Fahrten, Navigationsgeräte mit schwacher Hardware - oder einfach für alle, die ihr Smartphone lieber in Prozent statt in Pixeln denken.
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