Google Logo

AI Mode statt Zufall: Googles neuestes Testfeld heißt Startseite

Google testet den neuen „AI Mode“-Button - und ersetzt auf der Startseite den Kult-Button „Auf gut Glück“.

Bildquelle: Mitchell Luo | unsplash

2 Min. Lesezeit

Na toll. Nachdem Google seinen Suchassistenten mit Gemini schon überall reinquetscht, ist jetzt die Startseite dran. Erste Nutzer:innen in den USA sehen aktuell einen neuen Button namens „AI Mode“ - und der ersetzt ausgerechnet den Klassiker unter den Google-Buttons: „Auf gut Glück“.

Seit 1998 war dieser Button die vielleicht überflüssigste, aber auch charmanteste Funktion auf der Startseite. Ein Klick - und du landest direkt auf dem ersten Suchergebnis, ohne lange Listen, ohne Werbung, ohne Umschweife. Nichts für Kontrollfreaks, aber Kult für Nostalgiker. Und jetzt? Wird das Ganze offenbar durch Googles KI-Spielwiese ersetzt, weil irgendjemand in Mountain View beschlossen hat, dass Chatbots effizienter wirken als Suchergebnisse.

Der neue AI Mode zeigt sich in verschiedenen Varianten: mal direkt neben dem Bildersuche-Button, mal prominent unter dem Suchfeld - anstelle von „Auf gut Glück“. Die Oberfläche? Bunt, animiert, regenbogenfarben - vermutlich, um irgendwie nach „magischer KI“ auszusehen. Und wie so oft bei Google: Alles ist ein „Experiment“, läuft in „Google Labs“ und betrifft nur eine „kleine Anzahl“ von Nutzer:innen. Bis es dann plötzlich alle haben.

Was das Ganze bringt? Eine direktere Interaktion mit der Suche - per KI-Chat. Ob das zielführender ist als einfach mal das erste Ergebnis aufzurufen? Fraglich. Für Google bedeutet das natürlich: mehr Kontrolle über die Nutzerinteraktion, mehr Kontextabfragen, mehr personalisierte Antworten. Und ganz nebenbei: mehr Daten, die analysiert werden können. Wer braucht schon Zufall, wenn man Nutzerverhalten prognostizieren kann?

Bleibt nur eine Frage: Wenn KI wirklich alles besser macht - warum wirkt der AI Mode bisher eher wie ein Aufmerksamkeitsbutton aus der UX-Hölle? Vielleicht, weil das gute alte „Auf gut Glück“ zumindest eins nie sein wollte: clever, bunt oder datenhungrig. Es war einfach nur da - und hat funktioniert.

theverge.com

Teile diesen Beitrag
Support für unabhängige Inhalte!
Dieser Blog ist bewusst frei von Werbebannern oder nervigen Pop-ups, damit du ungestört lesen kannst. Wenn dir die Inhalte gefallen und du unsere Arbeit unterstützen möchtest, kannst du uns einen digitalen Kaffee ausgeben. Jede Unterstützung hilft, den Blog weiterzuführen und die Kosten für den Server zu decken.

Unterstütze uns via PayPal
Klick → Unterstützen → Fertig.

Kommentare (0)

Noch keine Kommentare vorhanden. Starte die Diskussion!

Antwort auf:
Kommentar schreiben
CAPTCHA
Hinweis: Dein eingegebener Name und der Kommentartext werden zur Veröffentlichung gespeichert. Weitere Infos in unserer Datenschutzerklärung.