Adieu, Gmailify: Google strafft die E-Mail-Integration

Michi • 23.01.2026
2 Min. Lesezeit • 0 Kommentare
Google beendet Gmailify und POP-Unterstützung für Drittanbieter-E-Mails ab 2026. Was das für dich bedeutet und welche Alternativen es gibt.
Gmail Logo

Erinnerst du dich noch an Gmailify? Google hat den Dienst im Februar 2016 gestartet, mit dem Versprechen, E-Mail-Konten von Drittanbietern wie Yahoo, AOL oder Outlook/Hotmail mit den smarten Funktionen von Gmail auszustatten. Du konntest deine gewohnte Adresse behalten und gleichzeitig von Googles Spamschutz, der praktischen Posteingangs-Organisation mit Kategorien wie „Soziale Netzwerke“ oder „Werbung“ und der leistungsstarken Suche profitieren. Auch die Benachrichtigungen auf dem Smartphone wurden damit optimiert.

Nun geht diese Ära zu Ende. Google hat angekündigt, die Unterstützung für Gmailify einzustellen. Ab Januar 2026 wird der Dienst nicht mehr verfügbar sein, und erste Warnmeldungen erscheinen bereits in der App. Das ist nicht die einzige Änderung: Auch der Abruf von Mails anderer Konten über das POP-Protokoll wird eingestellt.

Doch keine Sorge, das bedeutet nicht das komplette Aus für externe E-Mails in deiner Gmail-Umgebung. Du kannst weiterhin die Gmail-Apps für Android oder iOS nutzen, um Mails von externen Anbietern via IMAP abzurufen. Allerdings entfallen dann die zusätzlichen Gmailify-Funktionen. Im Grunde funktioniert es dann wie jede andere Mail-App, die du an dein Konto anbindest.

Für alle, die weiterhin möchten, dass neue E-Mails von anderen Anbietern automatisch im Haupt-Posteingang von Gmail landen - so wie es bisher der POP-Abruf oder Gmailify gelöst hat - schlägt Google eine altbewährte Methode vor: die automatische Weiterleitung. Das musst du direkt bei deinem jeweiligen E-Mail-Anbieter einrichten. Ein kurzer Blick in deren Dokumentation zeigt dir, wie das funktioniert.

Alle E-Mails, die bereits vor der Einstellung des Dienstes importiert wurden, bleiben natürlich erhalten. Die verschwinden nicht einfach aus deinem Archiv.

Man könnte fast sagen, Google macht mal wieder Hausputz. Oder, präziser formuliert: Man möchte die Ressourcen dort bündeln, wo man die volle Kontrolle über das Erlebnis hat und nicht von externen Abhängigkeiten beeinträchtigt wird. Das macht aus Unternehmenssicht Sinn, zumal es 2023 eine größere Störung gab, die auch Gmailify betroffen hat. Es ist ein klarer Schritt, sich auf das Kerngeschäft und die eigene Infrastruktur zu konzentrieren.

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