Die Erwartungen an Grand Theft Auto VI sind... sagen wir mal, jenseits von gesund. Fast zehn Jahre nach dem Release von GTA V bahnt sich ein Nachfolger an, der alles in den Schatten stellen könnte - zumindest, wenn man den aktuellen Analystenschätzungen glaubt.
Laut Josh Chapman von der Investmentfirma Konvoy ist GTA VI nicht einfach nur ein Blockbuster, sondern das Spiel, das das Gaming-Geschäft neu schreiben wird. 85Millionen verkaufte Exemplare in den ersten zwei Monaten? 7,6Milliarden Dollar Umsatz in Rekordzeit? Das klingt mehr nach Science-Fiction als nach Finanzanalyse.
Rockstar Games selbst hat sich zu diesen Zahlen natürlich nicht geäußert. Offiziell gibt es weder einen Preis noch ein Releasedatum. Doch in der Gerüchteküche brodelt es gewaltig: Ein Standardpreis von 80 Dollar steht im Raum - also leicht über dem aktuellen AAA-Niveau. In Anbetracht der Produktionskosten von geschätzten zwei Milliarden Dollar wäre das keine große Überraschung.
Die spannendste Komponente dürfte aber nicht das Spiel selbst, sondern der Online-Modus werden. Laut Chapman will Rockstar mit GTA VI einen echten Creator-Kosmos schaffen - ähnlich wie bei Fortnite oder Roblox. Modding, eigene Server, UGC-Payouts (user generated content), 200-Spieler-Lobbys, gefährlichere Missionen, mehr Beute, mehr Risiko. Klingt wie ein digitaler Spielplatz für Erwachsene mit Lizenz zum Chaos.
Ob sich all das bewahrheitet? Schwer zu sagen. Was aber sicher ist: Rockstar hat mit GTA V eine Benchmark gesetzt, die sich bis heute millionenfach verkauft und deren Online-Welt noch immer brummt. Der Nachfolger wird daher nicht nur als Spiel, sondern als Plattform gedacht - und soll offenbar so profitabel wie langlebig sein.
Jetzt bleibt nur noch die Frage: Kann ein Spiel diesen Erwartungen überhaupt noch gerecht werden?
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