Nach fast fünf Jahren Funkstille ist Fortnite zurück im US App Store - nicht ganz freiwillig von Apple. Die Rückkehr markiert das vorläufige Ende eines beispiellosen Rechtsstreits zwischen Epic Games und dem iPhone-Konzern, der 2020 mit einem simplen In-App-Bezahl-Bypass begann und nun mit einem juristischen Tritt vors Schienbein für Apple endet.
Zur Erinnerung: Epic Games hatte sich damals an Apples In-App-Kauf-System vorbeigeschmuggelt und wurde prompt aus dem App Store geworfen, samt Entwicklerkonto. Die rechtliche Schlammschlacht, die folgte, beschäftigte US-Gerichte jahrelang. Jetzt, im Mai 2025, sorgt ein Gerichtsbeschluss von Richterin Yvonne Gonzalez Rogers dafür, dass Apple genau das tun muss, was es eigentlich nicht will: Fortnite wieder zulassen. Andernfalls hätte eine Apple-Verantwortliche persönlich vor Gericht erscheinen und unangenehme Fragen beantworten müssen. Und Überraschung: Einen Tag später ist Fortnite wieder da. Apple schweigt - das Ergebnis spricht für sich.
Auch in Europa ist Fortnite wieder spielbar - dort über alternative App-Marktplätze wie AltStore oder den Epic Games Store selbst. Apple behauptet, es habe dort nichts blockiert. Epic sieht das naturgemäß etwas anders. Die Wahrheit liegt vermutlich, wie so oft, irgendwo in der Mitte.
Die nächsten Runden des Rechtsstreits sind damit zwar nicht vom Tisch, aber eines ist klar: Apple ist gezwungen, sich zu bewegen. Und Epic hat gezeigt, dass selbst ein Gigant wanken kann, zumindest, wenn eine Richterin mit Nachdruck auf die Einhaltung ihrer Urteile besteht.
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