VLC auf ARM: Der Dauerbrenner rennt endlich ohne Handbremse

Christian Palm • 14.01.2026
2 Min. Lesezeit • 0 Kommentare
VLC Media Player erhält nativen ARM-Support für Windows & einen Dark Mode. Version 3.0.23 bietet mehr Speed für Snapdragon-Laptops & spart Akku.
Fernseher

Besitzer von Windows-Geräten mit ARM-Prozessoren, wie dem neuen Snapdragon X, mussten bisher beim Medienkonsum eine bittere Pille schlucken. Der VLC Media Player, das sprichwörtliche Schweizer Taschenmesser für Videoformate, lief auf diesen Systemen nur über die Emulationsschicht. Das Ergebnis: Ein zäher Start, spürbare Verzögerungen und ein Akku, der schneller leer gesaugt wurde, als man „Open Source“ sagen kann. Mit den Versionen 3.0.22 und 3.0.23 gehört das endlich der Vergangenheit an. Die Entwickler haben nun native ARM64-Builds veröffentlicht, die direkt mit der Hardware kommunizieren, anstatt erst umständlich übersetzt zu werden.

Der Sprung auf die native Architektur sorgt nicht nur für einen merklich flotteren Programmstart, sondern schont auch die Ressourcen. Vor allem bei Tablets und Laptops mit Snapdragon-Chips macht sich das durch eine geringere CPU-Last bemerkbar, was am Ende des Tages - oder des Langstreckenflugs - ein paar Prozent mehr Akkulaufzeit bedeutet. Erfreulich ist dabei die Abwärtskompatibilität: Wer noch ein älteres ARM-Gerät mit Windows 10 (ab Version 1809) im Schrank liegen hat, profitiert ebenfalls von dem Performance-Schub.

Abgesehen von der Prozessor-Architektur liefert das Update ein Feature, das sich die Community gefühlt seit der Erfindung des digitalen Videos wünscht: Einen offiziellen Dark Mode für Windows und Linux. Wer bisher nicht von der klassischen, leicht angestaubten 90er-Jahre-Optik geblendet werden wollte, musste zu Skin-Bastel-Lösungen greifen. Jetzt integriert sich der Player endlich sauber in moderne, dunkle System-Designs. Ein ironischer Beigeschmack bleibt: Während VLC jetzt modernste ARM-Technik unterstützt, haben die Entwickler gleichzeitig die Kompatibilität mit Windows XP SP3 verbessert. Falls du also deinen Filmabend im Jahr 2004 planst, bist du ebenfalls bestens aufgestellt.

Unter der Haube wurden zudem zahlreiche technische Altlasten entsorgt. Die Hardware-Dekodierung für Formate wie ProRes und Opus wurde stabilisiert, und ein ganzer Schwung an Sicherheitslücken - von Buffer Overflows bis zu Speicherfehlern - wurde geschlossen. Ein kleines, aber feines Quality-of-Life-Feature: Du kannst Dateien jetzt umbenennen oder verschieben, während sie noch im Player abgespielt werden. Ein Problem, das Windows-Nutzer seit Jahrzehnten in den Wahnsinn getrieben hat, ist damit endlich Geschichte.

Dieses Video zeigt dir die Neuerungen von VLC 3.0.22 im Detail, einschließlich des Dark Mode und der technischen Anpassungen für moderne Systeme.

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