Raymond Hill, besser bekannt als Entwickler von uBlock Origin, hat eine Lite-Version seines Werbeblockers für Safari veröffentlicht. Die Erweiterung steht ab sofort im App Store bereit und läuft auf allen Apple-Plattformen - macOS, iPadOS und iOS inklusive. Damit hält eine der populärsten Adblock-Lösungen endlich auch Einzug in Apples Browser-Welt. Allerdings mit einem Haken - oder besser: einer anderen Architektur.
Denn uBlock Origin Lite (kurz: uBOL) basiert auf Googles Manifest V3 - jener API, die unter anderem in Chrome als neue Grundlage für Browser-Erweiterungen dient. Statt wie bisher mit einem permanent laufenden Hintergrundprozess zu arbeiten, setzt uBOL auf ein deklaratives Blockiersystem. Übersetzt heißt das: Nicht die Erweiterung selbst filtert dauerhaft Inhalte, sondern der Browser übernimmt das Ganze direkt über CSS- und JS-Regeln.
Das schont Ressourcen, weil keine CPU-Zeit und kein Arbeitsspeicher für ein durchgängig aktives Add-on draufgehen. Der zugehörige Service-Worker wird nur aktiviert, wenn man das Popup-Panel öffnet oder Einstellungen anpasst. Für Safari-Nutzer ein pragmatischer Kompromiss - auch wenn die Filteroptionen gegenüber der klassischen uBO-Version spürbar eingeschränkt sind.
Ob Apple mit seiner restriktiven Erweiterungspolitik jemals komplexere Tools wie das Original zulassen wird, ist ungewiss. Aber: Wer bislang auf Safari unterwegs war und trotzdem Werbung loswerden wollte, hat jetzt eine halbwegs elegante Lösung - wenn auch mit angezogener Handbremse.
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