Thunderbird startet durch: Neue Web-Services sollen Nutzer zurückholen
Thunderbird erweitert sein Angebot mit neuen Web-Services wie Thundermail, Thunderbird Send und KI-Funktionen. Ziel: mehr Integration, aber 100 % Open Source.
Bildquelle: Miguel Á. Padriñán | pexels
2 Min. Lesezeit
Wer Thunderbird bisher nur als klassischen E-Mail-Client kannte, sollte jetzt genauer hinsehen. Das Projekt rüstet ordentlich auf - und will mit Thunderbird Pro und Thundermail eine echte Alternative zu Gmail, Outlook & Co. schaffen. Und das komplett Open Source.
Warum das Ganze?
Thunderbird hat ein Problem: Die Nutzerzahlen schrumpfen, viele wechseln zu den bequemen Komplettlösungen von Google oder Microsoft. Deren Systeme wirken einfach durchdachter - Kalender, Mails, Kontakte, alles aus einem Guss. Thunderbird will jetzt mit neuen Services gegensteuern. Motto: Mehr Funktionen, ohne deine Daten zu verkaufen.
Was kommt da auf uns zu?
Einige der neuen Dienste sind schon öffentlich einsehbar - die Roadmap ist also nicht nur heiße Luft. Das sind die spannendsten Neuzugänge:
- Thunderbird Appointment: Ein Tool zur Terminvereinbarung per Link - ähnlich wie Calendly. Das Repository ist schon online.
- Thunderbird Send: Die Rückkehr von Firefox Send - Dateien verschicken, verschlüsselt und ohne Cloud-Monster.
- Thunderbird Assist: KI-Unterstützung (optional!), lokal oder via NVIDIA Confidential Cloud. Die Integration übernimmt Flower AI.
- Thundermail: Eigener E-Mail-Dienst mit Kalender- und Kontaktfunktion, basierend auf der quelloffenen Stalwart-Plattform.
Das Ganze wird in einem Beitrag beschrieben.
Kostenlos? Kommt drauf an
Aktive Community-Mitglieder dürfen die Dienste kostenlos testen. Für alle anderen ist ein Bezahlmodell geplant - später sollen auch eingeschränkte Gratis-Versionen folgen. Die Einnahmen dienen nicht nur zur Kostendeckung, sondern sollen auch Missbrauch erschweren. Klingt fair.
Alles unter einem Dach
Das Ziel ist klar: Ein modernes Thunderbird-Ökosystem, das trotzdem seinen Prinzipien treu bleibt - also Privatsphäre, Transparenz und offene Standards. Die neuen Dienste ergänzen nicht nur die Desktop-App, sondern auch die bereits gestartete Android-App und die geplante iOS-Version.
via Caschys Blog / Sören Hentzschel
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