Microsoft Lens stirbt - Microsofts KI-Fokus frisst wieder eine nützliche App

Christian Palm • 10.08.2025
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Microsoft Lens wird 2025 eingestellt. Copilot soll ersetzen - ohne viele alte Funktionen. Alternativen gibt’s genug.
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Microsoft stellt den PDF-Scanner Microsoft Lens ein. Die App war beliebt, weil sie Fotos von Dokumenten oder handschriftlichen Notizen in PDFs, Word-, PowerPoint- oder Excel-Dateien umwandeln konnte. Direktes Speichern in OneNote oder OneDrive inklusive.

Der Fahrplan für das Ende: Ab September 2025 beginnt die schrittweise Abschaltung auf Android und iOS. Ab Oktober sind keine Neuinstallationen mehr möglich, im November verschwindet Lens aus Google Play und dem App Store. Im Dezember 2025 wird es dann endgültig ernst: Neue Scans sind nicht mehr möglich.

Wer die App weiter geöffnet bekommt, kann immerhin noch auf bestehende Dateien zugreifen. Microsoft empfiehlt, stattdessen die Microsoft 365 Copilot-App zu nutzen. Das Problem: Copilot kann einiges, nur nicht das, was Lens bisher so praktisch gemacht hat. Funktionen wie Speichern direkt in OneNote, Visitenkartenscan oder Immersive Reader sind gestrichen. Ein Upgrade fühlt sich anders an.

Offiziell begründet Microsoft die Entscheidung nicht weiter, außer durch die implizite Botschaft, dass KI jetzt wichtiger ist als ein schlanker, funktionierender Dokumentenscanner. Für Nutzer heißt das: Alternativen suchen. Optionen gibt es genug: Adobe Scan, die Scan-Funktion von Google Drive oder für Android/iOS das quelloffene OSS. Wer ein iPhone nutzt, findet im Notizen-Feature von Apple eine exzellente Scanner-Option - ganz ohne Abo.

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