Apple meint es dieses Jahr ernst mit Siri. Wirklich. Nach Jahren der Ankündigungen, Verzögerungen und vorsichtigen Versprechen soll der große KI-Umbau des Sprachassistenten nun im März starten - mit iOS 26.4. Der Zeitpunkt kommt nicht überraschend, wohl aber die Dimension dessen, was Apple hier endlich ausrollt.
Seit Längerem gilt iOS 26.4 als das Update, mit dem Apple die neue Siri-Generation freischaltet. Bestätigt wurde das unter anderem von Bloomberg (via 9to5mac), ergänzt durch Hinweise aus geleakten iOS-26-Builds. Aktuell befindet sich iOS 26.3 noch in der Beta, doch Apples Update-Historie liefert einen recht klaren Fahrplan. Die x.4-Versionen erscheinen traditionell im März - mal früh, mal spät, aber selten ganz anders.
Ein Blick auf die vergangenen Jahre zeigt: Ende März ist realistisch. Sollte Apple die erste Beta von iOS 26.4 bereits im Januar freigeben, wäre auch ein früherer Launch denkbar. Verschiebt sich die Beta hingegen auf Mitte Februar, landet Siri ziemlich sicher erst gegen Monatsende auf den Geräten. Kurz gesagt: März ist gesetzt, der genaue Tag bleibt Apple-typisch vage.
Spannender als das Datum ist allerdings, was Siri technisch bevorsteht. Apple ersetzt die bisherige, deutlich in die Jahre gekommene Architektur durch ein LLM-basiertes System. Damit nähert sich Siri funktional endlich modernen KI-Assistenten wie ChatGPT oder Gemini an - ein Vergleich, dem sich Apple lange entzogen hat.
Für Nutzer soll das nicht nur auf dem Papier spürbar sein. Siri soll Zusammenhänge verstehen, kontextbezogen reagieren und Aufgaben über Apps hinweg erledigen können. Dinge wie persönliche Kontextkenntnis, Bildschirmbewusstsein oder echte Hands-free-Steuerung via App Intents waren ursprünglich schon für frühere iOS-Versionen geplant und wurden mehrfach verschoben. Mit iOS 26.4 sollen sie nun gesammelt nachgeliefert werden.
Apple selbst gibt sich gewohnt selbstbewusst und spricht davon, dass erst die neue Architektur all diese Funktionen sinnvoll ermögliche. Übersetzt heißt das: Ohne LLM keine smarte Siri. Nach der langen Wartezeit ist die Erwartungshaltung entsprechend hoch - und die Geduld vieler Nutzer eher auf iPhone-SE-Niveau.
Ob Apple mit dem neuen Siri wirklich zur Konkurrenz aufschließt oder nur den eigenen Rückstand verkleinert, wird sich ab März zeigen. Fest steht: Ein intelligenterer Sprachassistent ist längst überfällig. Und Siri kann es sich nicht leisten, noch einmal nur „ganz okay“ zu sein.
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