Apple hat nachgelegt und die High-End-Fraktion seiner MacBook-Pro-Reihe auf den neuesten Stand gebracht. Während das Basis-Modell bereits seit Oktober mit seine Runden dreht, folgen nun die Varianten für alle, die bei der Arbeit tatsächlich ins Schwitzen kommen - oder zumindest wollen, dass ihr Rechner dabei kühl bleibt. Das Design bleibt unspektakulär vertraut; wer auf optische Neuerungen gehofft hat, muss sich wohl noch bis zum nächsten Jahr gedulden. Unter der Haube hat sich dafür einiges getan.
Herzstück sind die neuen M5 Pro und M5 Max Chips. Apple setzt hier auf eine Architektur mit bis zu 18 Kernen, wobei besonders die sechs sogenannten "Super Cores" hervorstechen. Das klingt nach Marketing, bedeutet in der Praxis aber vor allem einen spürbaren Sprung bei der Single-Core-Performance. Interessanter für den aktuellen Zeitgeist sind die Neural Accelerators in der GPU. Diese sollen die Verarbeitung von lokalen Sprachmodellen (LLMs) massiv beschleunigen. Ob man nun wirklich komplexe KIs direkt auf dem Laptop trainieren möchte, sei dahingestellt, aber die Hardware steht bereit.
Ein technisches Detail, das im Alltag fast mehr auffallen dürfte als die reine CPU-Leistung, ist das Upgrade beim Speicher. Die SSDs sind laut Apple doppelt so schnell wie beim Vorgänger. Zudem hat Apple die Einstiegshürden bei der Kapazität nach oben geschraubt: Ein M5 Pro startet jetzt direkt mit 1 TB, beim Max sind es 2 TB. Das erklärt auch den gestiegenen Einstiegspreis, der nun bei 2.199 US-Dollar für das 14-Zoll-Modell beginnt. Man zahlt den Speicher jetzt also zwangsweise mit, anstatt ihn teuer dazuzukonfigurieren.
In Sachen Konnektivität landet der N1-Chip im MacBook, der bereits aus dem iPhone 17 bekannt ist. Damit halten Wi-Fi 7 und Bluetooth 6 Einzug in die Pro-Laptops. Das ist kein revolutionärer Sprung, aber ein notwendiges Update für die Langlebigkeit der Geräte. Die Akkulaufzeit bleibt auf dem gewohnt hohen Niveau, wobei das M5 Max Modell im 14-Zoll-Gehäuse sogar zwei Stunden länger durchhalten soll als sein direkter Vorgänger.
Flankiert wird der Hardware-Launch von neuen Displays. Das bekannte Studio Display erhält ein kleines Update mit einer 12-Megapixel-Kamera und Thunderbolt 5, bleibt aber bei 60 Hz. Wer mehr will, muss zum neuen Studio Display XDR greifen. Dieses erbt die Tugenden des großen Pro Display XDR, bietet 120 Hz und lokales Dimmen, kostet mit 3.299 US-Dollar aber auch einen saftigen Aufpreis. Apple bleibt seiner Linie treu: Wer die absolute Spitze der Performance will, muss tief in die Tasche greifen, bekommt dafür aber Hardware, die derzeit kaum Konkurrenz fürchten muss.
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