iPhone Air: Apples hauseigenes Modem kämpft mit Startschwierigkeiten

Christian Palm • 20.02.26 - 14:15 Uhr
2 Min. Lesezeit • 0 Kommentare
Besitzer des iPhone Air berichten von Hardware-Warnungen beim C1X-Modemchip. Apple setzt erstmals auf eigene 5G-Technik statt Qualcomm - mit Folgen.
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Dass der Weg zur Unabhängigkeit steinig ist, muss Apple gerade beim Thema Mobilfunk schmerzhaft erfahren. Während in den Top-Modellen der 17er-Serie weiterhin bewährte Technik von Qualcomm steckt, dient das iPhone Air als Feldversuch für das erste eigene 5G-Modem namens C1X. Und wie das bei Pionierarbeit oft so ist, läuft nicht alles nach Plan. Auf Plattformen wie Reddit häufen sich Berichte über den „plötzlichen Tod“ der Funkverbindung, untermalt von einer wenig charmanten Hardware-Warnung in den iOS-Diagnoseberichten.

Das Problem scheint spezifisch den C1X-Chip zu betreffen, der eigentlich als Meilenstein der Apple-Ingenieurkunst gefeiert wurde. Doppelte Geschwindigkeit und bessere Effizienz klingen auf dem Papier hervorragend, nützen dem Nutzer aber wenig, wenn das System am Morgen ohne Netz aufwacht. Interessanterweise scheint sich die Hardware bei einigen Betroffenen nach einer Weile von selbst zu berappeln, während andere nur noch den Weg zum Support-Chat als Lösung sehen. Da die Geräte noch brandneu sind, greift hier glücklicherweise die Gewährleistung, was den Ärger über ein defektes Lifestyle-Objekt für über tausend Euro aber nur bedingt lindert.

Man muss fairerweise sagen: Ein eigenes Modem zu bauen, gilt in der Branche als die Königsdisziplin der Halbleiterentwicklung. Apple hat dafür jahrelang investiert und sogar die Überreste von Intels Modem-Sparte in München aufgekauft. Ziel ist die totale Integration von 5G, WLAN und Bluetooth in einem einzigen Chip-Package. Dass es bei der ersten Generation im iPhone Air und im neuen iPad Pro M5 hakt, ist technisch gesehen fast erwartbar, für ein Unternehmen mit Apples Qualitätsanspruch aber dennoch ein Kratzer im Lack.

Es ist auch nicht das erste Mal in diesem Jahr, dass Apple-Nutzer über Empfangsprobleme klagen. Erst kürzlich gab es Unstimmigkeiten im Netz der Telekom, die allerdings eher auf Infrastruktur-Anpassungen zurückzuführen waren und auch andere Geräte betrafen. Der aktuelle Fall beim iPhone Air liegt jedoch anders, da die Software hier explizit auf einen Hardware-Fehler hinweist. Wer betroffen ist, sollte nicht auf ein Wunder-Update warten, sondern die Diagnose-App nutzen und den Austausch einleiten. Es bleibt spannend, ob Apple diese Kinderkrankheiten bis zum Release des nächsten iPhone 17e in den Griff bekommt.

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