iOS 26 ist das neue Windows Vista: iPhone-Nutzer verweigern das Update

Christian Palm • 09.01.2026 · 2 Min. Lesezeit
iOS 26 Adoption bricht ein: Nur 16 % nutzen das neue System, während iOS 18 dominiert. Gründe sind Performance-Probleme und das umstrittene Liquid Glass Design.
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Vier Monate sind in der Tech-Welt eine Ewigkeit, doch bei Apple scheint die Zeit gerade stillzustehen - zumindest, wenn man sich die Adoptionsraten von iOS 26 ansieht. Während frühere Versionen wie iOS 18 oder iOS 17 zum jetzigen Zeitpunkt bereits die 50-Prozent-Marke geknackt hatten, dümpelt das aktuelle Flaggschiff-OS bei gerade einmal 16 % herum. Die restlichen 60 % der Nutzerschaft verharren lieber auf iOS 18.7 und beobachten das Treiben aus sicherer Entfernung. Man könnte fast meinen, die iPhone-User hätten plötzlich ihre Abenteuerlust verloren, aber die Gründe liegen tiefer als reine Update-Trägheit.

Das Zauberwort - oder eher das Unwort - der Stunde heißt „Liquid Glass“. Apples mutiger Versuch, das Interface mit Glas-Effekten und tiefen Ebenen zu modernisieren, kommt in der Praxis mäßig gut an. Was auf den Renderings im Juni noch futuristisch aussah, entpuppt sich im Alltag als Ressourcenfresser, der selbst ein iPhone 16 Pro ins Schwitzen bringt. Reddit ist voll von Berichten über ruckelnde Animationen und Akkus, die sich schneller leeren als ein Espresso an der Bar. Wenn selbst High-End-Hardware mit 70-Hz-Gefühl und erhitzten Gehäusen kämpft, ist es kein Wunder, dass der Durchschnittsnutzer den „Später“-Button in den Einstellungen zur Dauereinrichtung macht.

Apple selbst trägt eine Mitschuld an der Misere. Dass iOS 26 in den Einstellungen lange Zeit nicht als „empfohlenes“ Update ganz oben stand, sondern dezent unter iOS 18.7 versteckt wurde, war ein deutliches Signal: Wir wissen, dass es noch hakt. Die versprochenen KI-Features der „Apple Intelligence“ und die runderneuerte Siri kommen zudem nur häppchenweise. Viele der wirklich spannenden Funktionen sind für Version 26.4 im März angekündigt. Warum also jetzt das Risiko eingehen und sich mit UI-Bugs herumschlagen, wenn der eigentliche Mehrwert noch im Labor liegt?

Es ist das klassische Dilemma: Apple wollte den großen Design-Wurf landen, hat dabei aber die goldene Regel der Stabilität vernachlässigt. Für ein Unternehmen, das sich über „It just works“ definiert, ist eine Adoptionsrate von 16 % nach vier Monaten ein mittelschweres PR-Desaster. Wer nicht gerade auf das neue Liquid-Glass-Design steht oder die neuesten AirPods-Features braucht, hat aktuell schlicht keinen Grund für den Wechsel. iOS 18 ist das „Old Reliable“ der Gegenwart - und solange iOS 26 nicht liefert, wird sich daran so schnell nichts ändern.

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