Es war eine absehbare Nachricht, aber für Fans des klassischen Industriedesigns schwingt trotzdem ein wenig Wehmut mit. Apple hat das iPhone 4 und das iPhone 5 nun weltweit auf die Liste der abgekündigten Produkte gesetzt. In Cupertino nennt man das "obsolete". Das klingt hart, ist aber letztlich nur der konsequente bürokratische Abschluss eines Produktlebenszyklus, der für Smartphone-Verhältnisse ohnehin schon erstaunlich lang war.
Wenn Apple ein Gerät als obsolet einstuft, endet damit jeglicher Hardware-Service. Die Zeitspanne dafür ist klar definiert: Sieben Jahre nachdem ein Modell offiziell aus dem Verkauf genommen wurde, wandert es von der "Vintage"-Liste in den endgültigen Ruhestand. Für dich bedeutet das konkret, dass Apple-Techniker und autorisierte Service-Partner keine Reparaturen mehr durchführen und schlicht keine Original-Ersatzteile mehr bestellen können. Wer jetzt noch einen frischen Akku oder ein neues Display für sein iPhone 4 sucht, ist auf den freien Markt und das eigene Bastelgeschick angewiesen.
Das iPhone 4 markierte damals mit seinem Glas-Sandwich-Design und dem ersten Retina-Display einen Wendepunkt für die Branche. Das iPhone 5 wiederum brachte uns das 4-Zoll-Display und den Wechsel vom breiten 30-Pin-Anschluss zum Lightning-Port - eine Ära, die erst kürzlich mit dem USB-C-Wechsel beim iPhone 15 ihr Ende fand.
Technisch gesehen waren die Geräte schon lange abgehängt, da sie moderne iOS-Versionen nicht mehr unterstützen und viele Apps den Dienst quittiert haben. Dennoch ist der Status "obsolete" das offizielle Siegel dafür, dass diese Hardware nun endgültig zum Sammlerstück geworden ist. Apple räumt damit im Grunde nur sein Lager auf und macht Platz für die nächste Generation an Altlasten, die irgendwann folgen wird. Falls du also noch Daten auf einem dieser Schätze hast, wäre jetzt der Zeitpunkt, sie endgültig zu sichern - bevor die Hardware den Geist aufgibt und kein Profi mehr Hand anlegt.
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