AppleCare One: Die Geräte-Flatrate erreicht Europa

Michi Neumann • 19.03.26 - 16:54 Uhr
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Apple hat das Markenzeichen AppleCare One beim EUIPO angemeldet. Die Abo-Lösung für mehrere Geräte könnte bald auch in Europa starten.
Apple-Logo

Wer sein digitales Ökosystem im kalifornischen Cupertino pflegt, kennt das Spiel: Jedes neue iPad, jede Watch und erst recht jedes iPhone möchte eigentlich gerne versichert werden. Bisher bedeutete das für jedes Device einen eigenen Vertrag, eigene Fristen und - vor allem - eine eigene Abbuchung. In den USA hat Apple dieses kleinteilige Modell bereits im letzten Sommer mit „AppleCare One“ abgelöst. Nun deutet eine Markenanmeldung beim Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum (EUIPO) darauf hin, dass die Flatrate für den Fuhrpark auch bei uns landet.

Das Konzept unterscheidet sich deutlich von der klassischen Hardware-Versicherung, wie wir sie bisher kannten. Anstatt sich innerhalb der ersten 60 Tage nach dem Kauf entscheiden zu müssen, erlaubt AppleCare One eine deutlich größere Flexibilität. Geräte können bis zu einem Alter von vier Jahren in das Abo aufgenommen werden, sofern sie noch funktionieren. Das ist untypisch für Apple, die ihre Kunden sonst eher zügig zur Entscheidung drängen. Man kann Hardware nach Belieben rein- und rausrotieren. Wer sein iPhone gegen ein neues Modell eintauscht, sieht den Wechsel automatisch im Plan reflektiert.

In den USA sieht das Zahlenwerk wie folgt aus:

  • Basispreis: 19,99 US-Dollar pro Monat.
  • Abgedeckte Geräte: Bis zu drei Produkte im Grundpreis enthalten.
  • Erweiterung: Jedes weitere Gerät kostet 5,99 US-Dollar monatlich.
  • Leistungen: Unbegrenzte Reparaturen bei Unfallschäden, Batterietausch und Support-Vorrang.

Interessant ist vor allem die Ausweitung des Diebstahl- und Verlustschutzes. Während dieser Schutz bei der klassischen AppleCare+ Variante bisher primär dem iPhone vorbehalten war, schließt die „One“-Variante nun auch das iPad und die Apple Watch mit ein. Das macht das Paket besonders für Pendler oder Reisende attraktiv, die ihre gesamte Hardware-Tasche absichern wollen.

Ob die Ersparnis, die Apple in den USA mit bis zu 11 Dollar monatlich vorrechnet, eins zu eins nach Europa wandert, weiß man noch nicht. Meistens schlägt hier die Währungsumrechnung inklusive Steuern zu Buche. Die Markenanmeldung ist zwar noch kein Garant für einen fixen Starttermin, aber sie ist der obligatorische Papierkram, der einer Markteinführung üblicherweise unmittelbar vorausgeht. Wer also gerade überlegt, für sein neues MacBook eine Versicherung abzuschließen, könnte gut beraten sein, noch einen Moment die Füße stillzuhalten.

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