Apple Upgrade mit Klarna: So funktioniert das geplante Geräte-Leasing

Christian Palm • 21.07.26 - 19:45 Uhr
3 Min. Lesezeit • 0 Kommentare
Apple Upgrade soll Geräte-Leasing für iPhone, Mac, iPad und Apple Watch ermöglichen. Das ist zu Laufzeiten, AppleCare und Einschränkungen bekannt.
Apple Logo Icon

Apple will seine Gerätefinanzierung in den USA offenbar grundlegend umbauen. Nach Informationen von Bloomberg soll am 28. Juli 2026 das Programm „Apple Upgrade“ starten. Klarna übernimmt dabei die Finanzierung und das damit verbundene Kreditrisiko. Apple und Klarna haben den Bericht bislang nicht offiziell bestätigt.

Das Modell funktioniert eher wie ein Hardware-Abonnement als wie ein klassischer Ratenkauf. Du zahlst das Gerät über eine festgelegte Laufzeit ab, kannst es aber unter bestimmten Bedingungen vorzeitig auslösen oder gegen ein neueres Modell tauschen. Nach Ende des Vertrags soll es außerdem möglich sein, das Gerät zu behalten oder zurückzugeben.

Apple will damit niedrigere Monatsraten anbieten als bei seinen bisherigen Finanzierungsprogrammen. Ob das Leasing insgesamt günstiger ist, lässt sich daraus jedoch nicht ableiten. Entscheidend sind der effektive Gesamtpreis, mögliche Zinsen, Gebühren beim Gerätewechsel und der angesetzte Restwert. Diese Konditionen sind noch nicht öffentlich bekannt.

Die Laufzeit hängt von der Geräteklasse ab

Apple Upgrade soll große Teile des aktuellen Hardware-Portfolios abdecken. Die vorgesehenen Vertragslaufzeiten unterscheiden sich je nach Produkt:

  • iPhone und Apple Watch: 24 Monate
  • Mac und iPad: 36 Monate

Kunden sollen den Vertrag vorzeitig ablösen und bereits vor dem regulären Vertragsende auf ein neues Gerät wechseln können. Wie viel ein solcher Wechsel kostet und in welchem Zustand das zurückgegebene Gerät sein muss, ist bislang offen. Die Finanzierung dürfte außerdem eine Bonitätsprüfung durch Klarna voraussetzen.

Einige günstige Modelle bleiben ausgeschlossen

Nicht jedes Apple-Gerät soll über das Programm erhältlich sein. Laut Bericht sind unter anderem die Apple Watch SE, das Einstiegs-iPad, das iPhone 16 und das MacBook Neo ausgeschlossen. Auch Einkäufe über Apples Bildungsangebote oder für Geschäftskunden sollen nicht für Apple Upgrade infrage kommen.

Damit richtet sich das Modell vor allem an Privatkunden, die aktuelle Geräte nutzen und regelmäßig auf eine neue Generation wechseln möchten. Wer ein Gerät möglichst lange behalten will, sollte den späteren Kaufpreis genau mit einer normalen Finanzierung oder einem direkten Kauf vergleichen.

AppleCare ist nicht in der Leasingrate enthalten

Ein wichtiger Unterschied zum bisherigen iPhone Upgrade Program betrifft den Geräteschutz. Dort war AppleCare+ Bestandteil des Angebots. Bei Apple Upgrade soll keine AppleCare-Abdeckung enthalten sein.

Wer Schutz vor Sturz- oder Flüssigkeitsschäden benötigt, muss AppleCare separat abschließen. Dadurch steigt die tatsächliche monatliche Belastung. Zusätzlich ist noch unklar, welche Folgen Gebrauchsspuren oder Beschädigungen bei der Rückgabe haben. Gerade bei einem Leasing-Modell können entsprechende Nachzahlungen den vermeintlichen Preisvorteil reduzieren.

Der Start ist zunächst nur für die USA geplant

Apple Upgrade soll sowohl im amerikanischen Apple Online Store als auch in den stationären Stores verfügbar sein. Gleichzeitig plant Apple laut Bericht, keine neuen Kunden mehr für das bisherige iPhone Upgrade Program und die reguläre iPhone-Finanzierung aufzunehmen. Bestehende Verträge sind davon nach aktuellem Informationsstand nicht betroffen.

Für Deutschland, Österreich und die Schweiz gibt es bislang weder einen Starttermin noch eine offizielle Ankündigung. Ob Apple das Modell später international ausweitet, dürfte unter anderem von lokalen Kreditregeln, Klarna-Angeboten und den Erfahrungen beim US-Start abhängen.

Kommentare (0)

Kommentar schreiben
Wir speichern nur das absolut nötigste! Mehr Infos gibt es in der Datenschutz­erklärung.