Apple will sein MacBook-Portfolio in den kommenden Jahren erweitern - diesmal nach unten. Laut Analyst Ming-Chi Kuo ist für Ende 2025 oder Anfang 2026 ein günstigeres MacBook geplant. Erwartet wird ein 13-Zoll-Modell mit A18-Pro-Chip und Farboptionen in Silber, Blau, Pink und Gelb.
Das Ziel ist klar: Apple will die MacBook-Absätze wieder auf das Niveau der Pandemie-Jahre heben - rund 25 Millionen Geräte pro Jahr. 2025 werden laut Kuo rund 20 Millionen Einheiten erwartet, das neue Modell soll 2026 mit 5 bis 7 Millionen zusätzlichen Verkäufen helfen. Ob „günstig“ dabei auch im Alltag bezahlbar bedeutet, ist eine andere Frage. Wer Apple kennt, weiß: Günstig ist relativ. Wer aber lange Nutzungszeiten einrechnet und den Wiederverkaufswert mitdenkt, könnte sich seinen persönlichen Business-Case schönrechnen.
Parallel dazu soll 2027 eine neue Generation Smart Glasses erscheinen. Interessanter Ansatz: Ein Modell kommt ganz ohne Display. Stattdessen will Apple auf Audio, Kamera und Videoaufnahmen sowie KI-gestützte Umgebungserkennung setzen. Damit könnte man gezielt Alltagshilfen bieten, ohne das klobige Headset-Feeling.
Bei der Produktion testet Apple neue Materialien und setzt auf 3D-Druck für Gestelle und Bügel. Vermutlich eine Frage der Skalierung und Kostenoptimierung - aber auch ein klarer Hinweis darauf, dass Apple diesen Markt langfristig ernst nimmt. Die Auslieferungserwartung liegt bei 3 bis 5 Millionen Einheiten für 2027.
Kurz gesagt: Apple versucht nicht nur beim MacBook wieder mehr Masse zu machen, sondern will sich auch den tragbaren KI-Assistenten-Markt sichern, bevor andere ihn fest besetzen. Ob das alles so aufgeht, wird sich zeigen - aber ganz sicher wird es nicht langweilig.
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