Apple kapituliert vor Gericht - externe Zahlungslinks jetzt im App Store erlaubt

Michi • 02.05.2025 · 1 Min. Lesezeit
Apple erlaubt in den USA wieder externe Zahlungslinks in Apps – nach Druck durch ein Gericht im Streit mit Epic Games. Änderungen gelten ab sofort.
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Apple muss nachgeben - und tut es diesmal nicht nur halbherzig. Nach einem Gerichtsbeschluss im Streit mit Epic Games hat Apple seine App Store-Richtlinien für die USA offiziell geändert. Entwickler dürfen ihre Nutzer dort nun endlich direkt auf externe Bezahlwege hinweisen - ohne Umweg, ohne Sonderfreigabe, ohne “Servicegebühr”.

Apple informierte Entwickler Donnerstagabend per Mail:

„Die App Review Guidelines wurden aktualisiert, um einem US-Gerichtsurteil zu entsprechen. Die Änderungen gelten für Apps im US-Store.“

Die aktualisierten Passagen (nur im US-Store gültig):

  • Apps dürfen externe Links, Buttons oder Call-to-Actions einbauen.
  • Es ist keine zusätzliche Genehmigung (Entitlement) mehr nötig.
  • Auch für NFT-Marktplätze gilt: Externe Verlinkung ist jetzt erlaubt.
  • Die bisherige Pflicht zur In-App-Kauf-Umleitung entfällt.

Auslöser war ein Urteil von Richterin Yvonne Gonzalez Rogers, die Apple bescheinigte, sich „bewusst nicht an frühere Auflagen gehalten“ zu haben. Gemeint war der Versuch, externe Käufe weiterhin mit einer 27%-Provision zu belegen - ein klarer Verstoß gegen die ursprüngliche Verfügung.

Nun bricht das System auf - zumindest in den USA. Erste Unternehmen wie Spotify haben bereits neue App-Versionen eingereicht, inklusive externer Zahlungslinks. Für Nutzer könnte das das Ende von umständlichen Workarounds und Preismodellen bedeuten. Für Apple? Ein Dammbruch, den man trotz aller Verzögerungstaktik wohl nicht mehr stoppen kann.

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