Mit dem Update auf One UI 8 verabschiedet sich Samsung offenbar still und leise vom Bootloader-Unlock, zumindest für Normalnutzer. Wer gehofft hatte, sein Galaxy-Gerät künftig mit Custom ROMs oder Root-Rechten zu pimpen, schaut jetzt in die Röhre.
OEM-Unlock-Option verschwunden
In der Vergangenheit ließ Samsung außerhalb der USA zumindest die Tür einen Spalt weit offen: Die Entwickleroption „OEM-Entsperrung“ war bei vielen Geräten vorhanden, Rooting und Custom-Kernel blieben also technisch möglich. Doch wie SammyGuru berichtet, ist diese Option mit One UI 8 verschwunden. Komplett.
Getestet wurde das Ganze unter anderem auf:
- Galaxy S25 Ultra (Beta mit One UI 8)
- Galaxy Z Flip 7 & Fold 7 (One UI 8 ab Werk)
Auch ein Blick in den Firmware-Code bestätigt die Änderung: Die Möglichkeit zum Entsperren ist noch im System verankert, aber nicht mehr öffentlich zugänglich.
Samsung selbst äußert sich bisher nicht. Für 99 % der Kundschaft dürfte das Thema ohnehin keine Rolle spielen. Wer nutzt schon Custom ROMs, Magisk-Module oder LineageOS? Eben.
Aber für Power-User und Entwickler, die gerne mal tief ins System eingreifen oder das Gerät anpassen wollen, ist das ein klarer Rückschritt. Gerade auf den Flaggschiffen wurde das „Open Device“-Prinzip zwar nie aktiv gefördert, aber eben auch nicht vollständig blockiert… bis jetzt.
Offen bleibt derzeit, ob das Update auf One UI 8 auch bestehende Geräte nachträglich kastriert. Also ob z.B. ein Galaxy S23 nach dem Update den Bootloader nicht mehr entsperren lässt. Möglich wär's, andere Hersteller wie Xiaomi haben in China bereits ähnliche Wege eingeschlagen.
Die Entscheidung ist Teil eines größeren Trends: Immer mehr Android-Hersteller beschneiden die Freiheiten ihrer Nutzer zugunsten von „Sicherheit“ und Support-Standardisierung. Ob das für den Endnutzer wirklich ein Gewinn ist? Für die Bastler-Community ist es definitiv ein Verlust.
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