Google schickt Akku-Fresser in die Play-Store-Ecke

Michi • 11.11.2025 · 2 Min. Lesezeit
Google führt 2026 neue Wake-Lock-Regeln ein: Apps mit übermäßigem Akkuverbrauch bekommen Warnhinweise im Play Store.
Android

Google zieht die Zügel für Akku-Verschwender im Play Store an. Ab dem 1. März 2026 greift eine neue Metrik namens „Excessive Partial Wake Locks“, die Entwickler ins Schwitzen bringen dürfte. Dahinter steckt eine simple Idee: Wer Android-Geräte im Schlaf stört, bekommt künftig Ärger.

Ein Wake Lock verhindert, dass ein Smartphone in den Tiefschlafmodus geht - sinnvoll bei Musik-Apps oder aktiven Downloads, aber schnell missbraucht von schlecht programmierten Hintergrunddiensten. Genau da setzt Google an: Überschreitet eine App mehr als zwei Stunden nicht-exempt (also unnötiger) Wake Locks innerhalb von 24 Stunden, gilt die Sitzung als „exzessiv“.

Kritisch wird es, wenn über 5 % aller Nutzersitzungen einer App in den letzten 28 Tagen diesen Schwellenwert überschreiten. Dann rutscht die Anwendung in Googles Missgunst: Sie taucht nicht mehr prominent in Empfehlungen auf, und im Play Store erscheint ein Warnhinweis wie „Diese App kann mehr Akku verbrauchen als erwartet“. Das ist quasi der digitale Pranger für Entwickler, die Energiemanagement bisher eher locker genommen haben.

Interessant: Die neue Metrik entstand in Zusammenarbeit mit Samsung. Der Hersteller steuerte „reale Nutzungsdaten und Erkenntnisse zur Akku-Performance“ bei - oder anders gesagt: die geballte Erfahrung aus Millionen Geräten, die sich nachts wunderten, warum sie am Morgen halb leer waren. Seit der Beta im April wurde der Algorithmus anhand von Entwicklerfeedback weiter verfeinert, um Fehlalarme zu vermeiden.

Für App-Entwickler heißt das: Zeit, die Hintergrundprozesse aufzuräumen. Wer weiterhin im Schlafmodus funken will, braucht jetzt gute Gründe - und effizienten Code.

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