Google bereitet höhere Preise für seine Pixel-Smartphones vor. Betroffen sind voraussichtlich nicht nur die Modelle der kommenden Pixel-11-Serie. Auch bereits erhältliche Geräte könnten teurer werden.
Als Grund nennt Google die stark gestiegenen Kosten für Speicherbausteine. Für Dich stellt sich damit vor allem eine Frage: Bekommst Du für den Aufpreis einen echten Mehrwert oder zahlst Du künftig nur mehr für vergleichbare Hardware?
Speicherchips treiben die Kosten nach oben
Google führt die Preiserhöhungen auf die weltweite Nachfrage nach Arbeitsspeicher zurück. Vor allem Rechenzentren für KI-Anwendungen benötigen große Mengen leistungsfähiger Speicherchips. Das erhöht den Druck auf die Lieferketten und lässt die Einkaufspreise steigen.
Laut den vorliegenden Angaben kostete ein Gigabyte Arbeitsspeicher im Jahr 2025 noch rund 2,80 US-Dollar. Inzwischen soll der Preis bei etwa zwölf US-Dollar liegen. Google habe diese Mehrkosten zunächst selbst getragen. Nun sollen sie zumindest teilweise an Käufer weitergegeben werden.
Die endgültigen Preise will Google voraussichtlich bei der Vorstellung der Pixel-11-Serie am 14. August nennen.
Pixel 11 und Pixel 11 Pro könnten 100 Dollar mehr kosten
Aktuelle Hinweise deuten auf einen Aufschlag von rund 100 US-Dollar für das Pixel 11 und das Pixel 11 Pro hin. Auch das Pixel 11 Pro XL und das faltbare Pixel 11 Pro Fold könnten entsprechend teurer werden.
Google soll im Gegenzug den internen Speicher der Basismodelle vergrößern. Statt bei 128 Gigabyte könnten die Geräte künftig bei 256 Gigabyte starten. Für Nutzer, die viele Fotos, Videos oder Offline-Inhalte speichern, ist das ein konkreter Vorteil.
Trotzdem ist der größere Speicher kein kostenloses Upgrade. Wer bisher mit 128 Gigabyte ausgekommen ist, muss möglicherweise für Kapazität bezahlen, die im Alltag nicht benötigt wird.
Beim Arbeitsspeicher könnte Google sparen
Um die Verkaufspreise nicht noch stärker anheben zu müssen, könnte Google die Ausstattung einzelner Modelle anpassen. Das Einstiegsmodell des Pixel 11 Pro soll möglicherweise zwölf statt 16 Gigabyte RAM erhalten.
Das muss im Alltag nicht automatisch ein Nachteil sein. Entscheidend ist, wie effizient Android, Apps und Googles eigene KI-Funktionen mit dem verfügbaren Speicher umgehen. Gerade bei langfristiger Nutzung und mehreren Jahren Software-Support kann eine geringere RAM-Ausstattung jedoch relevant werden.
Auch das bereits erhältliche Pixel 10a könnte auf internationalen Märkten nachträglich teurer werden. Damit würde die Preisentwicklung nicht nur Käufer der neuen Flaggschiffe treffen.
Google will Android speichereffizienter machen
Parallel zu den höheren Hardwarekosten arbeitet Google daran, den Speicherbedarf von Android und Apps zu reduzieren. Effizienterer Code soll dafür sorgen, dass Geräte mit weniger Arbeitsspeicher flüssig arbeiten können.
Bei den Pixel-Modellen hat Google dabei einen Vorteil: Das Unternehmen kontrolliert sowohl Android als auch die eigenen Tensor-Prozessoren. Hardware, Betriebssystem und lokale KI-Funktionen lassen sich dadurch gezielter aufeinander abstimmen.
Ob diese Optimierungen geringere RAM-Mengen dauerhaft ausgleichen, wird sich erst im Praxistest zeigen.
Angebote werden beim Pixel-Kauf wichtiger
Google dürfte versuchen, die höheren Listenpreise durch Aktionen und Bundles abzufedern. Denkbar sind Vorbestellerangebote, höhere Eintauschwerte oder zeitlich begrenzte Abonnements für Dienste wie Google One.
Für Käufer wird damit der tatsächliche Straßenpreis wichtiger als die unverbindliche Preisempfehlung. Wer nicht direkt zum Verkaufsstart bestellen muss, könnte durch spätere Rabatte deutlich sparen.
Ein Preisvergleich lohnt sich deshalb mehr denn je. Das gilt besonders dann, wenn ein älteres Pixel-Modell weiterhin lange Updates erhält und im Alltag kaum Nachteile bietet.
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