Android 17: Google entdeckt den Weichzeichner neu

Nadine Decker • 27.01.2026
2 Min. Lesezeit • 0 Kommentare
Android 17 bringt den Liquid-Glass-Look: Google setzt bei System-Menüs und Slidern künftig auf massive Unschärfe-Effekte statt solider Farbflächen.
Android

Google scheint sich in der nächsten Android-Runde endgültig von der Ästhetik der massiven Farbblöcke zu verabschieden. Wer einen Blick in die frühen Builds von Android 17 wirft, stolpert unweigerlich über eine Design-Entscheidung, die wir eigentlich eher von Apple oder von Samsungs One UI kennen: Unschärfe, wohin das Auge reicht. Was früher schlichte, deckende Flächen waren, verwandelt sich nun in eine Art milchiges Glas.

Besonders prominent zeigt sich dieser Stilwechsel beim Lautstärkeregler. Egal ob du nur schnell die Musik leiser stellst oder das erweiterte Menü für die verschiedenen Audio-Ausgänge öffnest, der Hintergrund ist künftig halbtransparent. Auch das Power-Menü, das man beim Ausschalten zu Gesicht bekommt, folgt dieser neuen "Liquid-Glass"-Philosophie. Es wirkt fast so, als hätte Google eingesehen, dass Tiefe im System nicht nur durch Schatten, sondern eben auch durch Transparenz entsteht.

Die ersten Leaks, die unter anderem durch die Telegram-Kreise von jspirit und romashka (via Android Authority) kursieren, untermauern diesen Trend. Während Android 16 mit dem "Material 3 Expressive"-Ansatz in den Schnelleinstellungen nur vorsichtig an der Oberfläche kratzte, zieht Android 17 das Ganze jetzt konsequent durch. Das System wirkt dadurch weniger wie eine flache Papierkarte und mehr wie mehrere übereinanderliegende Glasschichten. Technisch gesehen ist das kein Hexenwerk, aber optisch eine klare Zäsur zum bisherigen, eher minimalistischen Material-Look.

Man könnte jetzt natürlich spöttisch anmerken, dass Google hier nach Jahren endlich dort ankommt, wo andere Hersteller schon lange ihre Zelte aufgeschlagen haben. Aber die Umsetzung in den internen Builds sieht bisher sauber und modern aus, ohne das System visuell zu überladen. Es ist dieser typische Tech-Kreislauf: Erst ist alles flach und bunt, dann wird es wieder plastisch und transparent.

Da wir uns noch in einer sehr frühen Phase befinden, sind diese Design-Entscheidungen natürlich nicht in Stein gemeißelt. Bis zur Google I/O im Mai wird das Team in Mountain View sicher noch an den Transparenzgraden schrauben. Spannend bleibt vor allem die Frage, wie sich dieser Effekt auf die Performance von Einsteiger-Geräten auswirkt, denn Echtzeit-Unschärfe kostet im Vergleich zu statischen Flächen immer noch ein paar GPU-Zyklen extra. Google wird sich also entscheiden müssen, ob der neue Look für alle Pflicht wird oder ob es eine Option für Puristen geben wird.

Kommentare (0)

Antwort auf:
Kommentar schreiben
CAPTCHA
Hinweis: Dein eingegebener Name und der Kommentartext werden zur Veröffentlichung gespeichert. Weitere Infos in unserer Datenschutzerklärung.